Finale Ligure
 
 
 
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Finale Ligure Allgemeines zu Finale Ligure

 

 

 

 

 

 

Finalmarina, Finalpia und Finalborgo bilden heute eine einzige, umfangreiche Gemeinde, die sich von der Küste bis ins Hinterland erstreckt. Der Ortsname Finale Ligure bezeichnet die antiken Grenzen der römischen Siedlung Vada Sabatia.

Wenn Final Marina ein typisch ligurisches Fischerdorf ist mit bedeutenden Gebäuden wie die Pfarrkirche San Giovanni Battista, so gehört Finalborgo dem Verein „Italiens schönste Dörfer" an.

Kein Wunder, denn es besitzt noch eine vollkommen intakte mittelalterliche Struktur.

Unter der Herrschaft der Markgrafen Del Carretto (13. bis 15. Jahrhundert) entfaltete das Dorf seine größte Pracht, bevor es 1602 erst an Spanien und dann 1713 an Genua fiel.

Der Haupteingang zum Dorf erfolgt durch das Tor Porta Reale, das sich in einer fast vollkommen intakten Wehrmauer aus dem Jahr 1452 öffnet.

Die Gestaltung des historischen Zentrums geht auf das 15. Jahrhundert zurück und zwar nach den Zerstörungen als Ergebnis des Krieges mit Genua (1448).

Die Basilika San Biagio, die von einem oktagonalen, spätgotischen Glockenturm beherrscht wird, wurde im Jahr 1633 neu erbaut und birgt im Innern Gemälde aus der Spätrenaissance und der Barockzeit.

Oberhalb des Dorfes erhebt sich die Burg Castel San Giovanni als Zeichen früherer, spanischer Präsenz. Noch weiter oben dann der Turm Diamante als einziges Überbleibsel des Castel Gavone, das die Markgrafen Del Carretto ab dem 12. Jahrhundert erbauten und das von den Genuesen 1715 zerstört wurde.

Der Hügel bietet einen schönen Panoramablick auf die weißen Felsen des Finalese: Diese sind Kalksteinwande mit einer Höhe bis zu 80 m und ideales Terrain für Freeclimber aus der ganzen Welt.

Die zahlreichen Höhlen, darunter die so genannte delle Fate und tiefe Grotten wie die Pollera sind klassische Ziele für Höhlenforscher und wurden schon von frühgeschichtlichen Menschen bewohnt.

Zahlreiche Zeugnisse davon sind heute als Fundstücke im Städtischen Museum von Finale ausgestellt, das in dem früheren Dominikanerkloster Santa Caterina in Finalborgo untergebracht ist.

Weiter auf der Via Aurelia in Richtung Osten erreichen wir Varigotti, das für seine einstöckigen Terrassenhäuser direkt am Strand bekannt ist.

Ein Baustil, den man nur hier an der Riviera antrifft. Im Osten des Dorfes befindet sich hoch über der Bucht einer der hübschesten Winkel der Riviera, nämlich die mittelalterliche Kirche San Lorenzo.

Der nun folgende Abschnitt auf der Via Aurelia zwischen Varigotti und Noli heißt „il Malpasso" und schlänget sich durch steil zum Meer abfallende, weiße Felsen.

Nach einem Tunnel erreichen wir Noli mit seiner turmbestandenen Wehrmauer, die sich den Monte Ursino bis zur Burg hinaufziehen.

Dem mittelalterlichen Dorf „vorgelagert" ist das romanische Kirchlein San Paragorio. Umgeben von mittelalterlichen Grabmälem und islamischen Maioliken.

Im Innern befindet sich dagegen eine hölzerne Kopie des Heiligen Antlitz aus Lucca und Freskenmalereinen aus dem 14. Jahrhundert.

Noli nahm am ersten Kreuzzug teil und erhielt dadurch wirtschaftliche und politische Privilegien. 1192 stellte es sich aut die Seite der Markgrafen Del Carretto und 1202 unter den Schutz des benachbarten, mächtigen Genua, dessen Verbündeter es bis 1797 blieb.

Die glanzvolle Vergangenheit der antiken Seerepublik Noli zeigt sich in den Gebäuden des historischen Zentrums, darunter der Palazzo Viale-Salvarezza, die Casa Pagliano und die Türme del Conto und del Comune.

Die Kathedrale San Pietro, gegründet im 13. Jahrhundert, neuerbaut 1548, birgt die Reliquien des Stadtpatrons San Eugenio.

Die maritime Tradition ist in Noli noch sehr lebendig und zeigt sich auf der Speisekarte: Marinierter Fisch, gegrilltet, gefüllter Tintenfisch, in Öl ausgebackene „gianchetti" und die berühmten „cicciarelli".

Gegenüber von Noli befindet sich die Insel Bergeggl, heute ein Natur- und Marinereservat bestehend aus Klippen, Grotten sowie die eindrucksvolle Grotta marina und mediterraner Macchia.

Ein Habittat, das man zu Fuß oder auch im Tauchgang erkunden sollte.