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Parma Prominente in Parma

 

 

 

 

 

 

KUNST UND KULTUR
Sie hieß Marie Luise von Habsburg, war schön und mächtig und lebte im Glamourlicht der wichtigsten Städte und Höfe Europas. Doch als die österreichische Kaiserin Parma im Jahre 1816 zum ersten Mal erblickte, verliebte sie sich in dieser Stadt und ließ sich dort sofort nieder.

Die Herzogin von Parma hinterließ viele Zeichen hinter sich: das Regio-Theater, den Operntempel, der auf ihre Veranlassung in den Jahren 1821-29 erbaut wurde. Das weltberühmte Theater bestätigt die Bewusstheit Bewohner von Parma, dass sie in einer bezaubernden Stadt leben.

Der Herzogspalast (Palazzo Ducale) ist eine mit Fresken und Dekorationen ausgeschmückte herzogliche Residenz mit einem umliegenden immensen Park, den die Herzogin der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hatte.

Diese Anlage und das Glauco-Lombardi-Museum mit wertvollen Raritäten vereinen die Zeugnisse über das Leben, die Gebräuche und die Kunst des Herzogtums in der Epoche zwischen 1748 und 1859. Parma bietet eine Unmenge an herrlichen Glanzstücken.

Die Besichtigung beginnt am mittelalterlichen Hauptplatz der Stadt: der Piazza Duomo. Der Dom (1059) ist mit seiner klassischen, abfallenden, zugespitzten Fassade und der doppelten Laubenreihe eine der bedeutendsten romanischen Kathedralen Italiens.

Dies ist ebenfalls der wertvollen Ausstattung der Innenräume zu verdanken: auf der zwischen 1526 und 1530 mit Fresken von Cor-reggio ausgeschmückten Kuppel kann man eine lebhafte Komposition aus Lichtstrahlen, Wolken, Engeln und Erzengeln bewundern.

Nebenan steht die Taufkapelle, ein Werk von Benedetto Antelami, dem größten Architekten und Bildhauer des Mittelalters. Sie ist ein originelles romanisches Gebäude auf achteckigem Grundriss und aufgrund der senkrechten Erweiterung des Gebäudes ein Vorreiter der Gotik. Doch die Sinneseindrücke gehen hier nicht zu Ende. Der großartige Palazzo Pilotta (16. Jh.) an dem immensen Piazzale della Pace entstand nach dem Willen des Ranuccio I. Farnese und sollte gemeinnützige Einrichtungen aufnehmen: Pferde- und Rennställe, Scheunen, ein Theater, eine Kaserne und eine Bibliothek.

Heute stellt er eine unvermeidliche Besichtigungsetappe dar: hier befindet sich der Sitz der Nationalgalerie, eine der bedeutendsten italienischen Pinakotheken nach Anzahl und Qualität der darin ausgestellten Kunstwerke, darunter die Meisterwerke von Leonardo Da Vinci, Beate Angelico, Correggio, Tintoretto und Giulio Romano. Gleich am Eingang empfängt den Besucher das Farnese-Theater, das als eine der eindruckvollsten historischen Spielbühnen der Welt gilt. Das vollständig aus Holz angefertigte Gebäude ist mit zahlreichen historischen Bühnenspielwerken ausgestattet.

Die Musik ist der Lebenstrank der Stadt. Man braucht nur an Giuseppe Verdi, die Oper und das Regio-Theater, aber auch an andere bedeutende Persönlichkeiten aus Parma zu denken: Arturo Toscanini (1867-1957) und Niccolö Paganini, der Parma zu seinem Wohnort wählte und nach dessen Namen das neuen Auditorium benannt ist. Das Auditorium entstand nach dem Entwurf von Renzo Piano infolge der Umgestaltung und Neunutzung einer alten Zuckerfabrik. Zum Schluss darf das Musikhaus (Casa della Musica) im Renaissancegebäude Palazzo Cusani nicht vergessen werden: das erste Musikmuseum in Italien und gleichzeitig ein Forschungs- und Dokumentationszentrum.